Kopfschmerzen beim Hund

Kopfschmerzen beim Hund

Das alltägliche Problem Kopfschmerzen ist beim Menschen weit verbreitet. Fachleute kennen mehr als 200 verschiedene Formen von Kopf- oder Gesichtsschmerzen. So kommt die Frage auf, ob unsere Hunde auch darunter leiden können. Und wenn ja, wie können wir das erkennen? Und vor allem, was können wir tun, um unseren vierbeinigen Freunden zu helfen?

Erkennen Sie Kopfschmerzen bei ihrem Hund

Um Kopfschmerzen beim Hund zu erkennen, ist es wichtig sich die Verhaltensauffälligkeiten und das Erscheinungsbild des Hundes anzusehen. Je besser Sie Ihren Hund kennen/seine Körpersprache lesen können, desto schneller sehen Sie kleine Veränderungen im Verhalten.

Im speziellen Fall von Kopfschmerzen sind Hunde lichtempfindlich bis zu geräuschempfindlich. Das sehen Sie z.B. am Zukneifen der Augen oder an angespannten Gesichtszügen. Sie ziehen sich meist in ruhige, dunkle Ecken zurück. Zusätzlich können vermehrter Tränenfluss, ein vortretendes drittes Augenlid und eine veränderte Kopfhaltung auffällig sein.

Natürlich sind die Auffälligkeiten von Hund zu Hund unterschiedlich. Ein gutes Beispiel dafür ist die Berührungsempfindlichkeit des Kopfes. Manche Hunde möchten am Kopf oder auch an den Ohren nicht gestreichelt werden, andere wie zum Beispiel meine Hündin zeigen eine gewisse Erleichterung bei der Berührung der Stirn. Sie schließt dabei die Augen. Man kennt es vielleicht von sich selbst, intuitiv berührt man die Stelle am Kopf, die am meisten schmerzt, und für den Moment bringt allein die Berührung Erleichterung.

Das Tragen eines Kragens, diese ungewohnte Situation, kann Stress bedeuten. Der damit verbundene Druck und das eingeschränkte Sichtfeld können zu Kopfschmerzen führen.

Allgemeine Schmerzsymptome können auftreten: Hecheln, vermehrtes Speicheln, Schmatzen, Verhaltensveränderungen wie Apathie, Futterverweigerung, Vermeidung von Bewegung etc.

Wie können Sie Ihrem Hund mit Kopfschmerzen helfen?

In erster Linie ist es wichtig, die Ursache der Kopfschmerzen zu suchen. Es ist daher notwendig den Tierarzt aufzusuchen und abklären zu lassen, ob es sich zum Beispiel um eine Erkrankung der Sinnesorgane handelt, ob sich eine Allergie auf diese Weise zeigt oder ob es sich um ein Zahnproblem handelt. Genau wie bei uns Menschen kann die Ursache sehr unterschiedlich sein.

Darüber hinaus kann Cranio-Sacral-Balance bestimmte Unterstützung bieten. Sie wird unter anderem bei Asymmetrien und Dysfunktionen im Bereich des Schädels eingesetzt. Bei einer Verspannung der Muskulatur der Halswirbelsäule können auch eine Massage und gewisse Faszientechniken Ihrem Hund zugutekommen. Temperamentvolle Hunde, die wildes Toben lieben oder ab und zu in die Leine springen, neigen oft zu einer verspannten Halsmuskulatur, die auch Auswirkungen auf weitere Körperstrukturen haben kann.

Bei einem Termin zeige ich Ihnen wie Sie selbst Ihrem Hund mit kleinen Handgriffen helfen können, sodass Sie das Wohlbefinden Ihres Hundes steigern.

So unterschiedlich die Auffälligkeiten/Symptome sind, so vielseitig sind auch die Ursachen für Kopfschmerzen beim Hund. Umso besser wir unsere Hunde lesen können, desto schneller sehen wir, wenn etwas nicht stimmt oder sie Schmerzen haben.

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