Augen sagen mehr als Worte

Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass Tiere sehr wohl Schmerzen empfinden und ihr Schmerzempfinden dem des Menschen sehr ähnelt.

„Schmerz ist ein unangenehmes Sinnes- und Gefühlserlebnis, das mit aktueller oder potenzieller Gewebeschädigung verknüpft ist oder mit Begriffen einer solchen Schädigung beschrieben wird“ (IASP, international Association for the Study of Pain, 1979)

Zu unterscheiden ist zwischen einem körperlichen und einem psychischen Schmerz. Dem Tier Schmerz zu zufügen, bedeutet nicht zwangsläufig unmittelbare Einwirkung auf das Tier.

Bei Tieren kann die subjektive Sinneswahrnehmung leider niemals vollständig nachvollzogen werden. Aus einer Schmerzempfindung erfolgt eine Folgereaktion, die entsprechende Rückschlüsse auf seine Stärke zulassen kann. Diese Rückschlüsse zu ziehen, ist nicht immer einfach. Letztlich liegt es beim Menschen zu entscheiden, ob das Tier Schmerzen hat und diese einer Behandlung bedürfen.

Zwischen den einzelnen Tierarten zeigen sich deutliche Unterschiede in der Reaktion auf schmerzhafte Reize. Zum Beispiel reagieren viele Hunde mit einem gesteigerten Aufmerksamkeitsbedürfnis, wohingegen Katzen eher dazu neigen sich zurückziehen und verstecken. Die Art und auch die Stärke der Reaktion variiert demnach.

Mögliche Anzeichen für ein bestehendes Schmerzgeschehen:

  • Geweitete Pupillen (Mydriasis)
  • Tachykardie
  • Hypertonie
  • Vermehrtes Hecheln bis Hyperventilation
  • Tremor
  • Schwitzen (Hunde schwitzen auch über die Haut, anders als beim Mensch, macht sich das durch einen Geruch bemerkbar – diese Hunde „hundeln“ häufig)
  • Haarverlust
  • Hautschuppung
  • Berührungsempfindlichkeit
  • Sichtbare Lahmheiten, Schonhaltung

Bei jeglicher Vermutung, dass Ihr Tier Schmerzen hat, bitte ich Sie, umgehend zu Ihrem Tierarzt zu gehen, im Notfall in die nahe gelegene Tierklinik zu fahren. Ihr Tier wird es Ihnen danken!

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